Sprache macht Geschlecht.

Ist möglicherweise ein Bild von Text „FACHSCHAFT4 DER HWG LUDWIGSHAFEN Wie geht gender- und diversitygerechte Sprache? Vortrag & Workshop* Mittwoch, 02.06 & 16.06. um 16 Uhr *Der Workshop richtet sich lediglich an Studierende des Fachbereichs4 und ist Anmeldungspflichtig aufgrund der Teilnehmer*innenbeschränkung von max. 20 Personen. Personen mit Abschlussarbeiten werden bevorzugt behandelt.“

Hallo Zusammen,

wir präsentieren euch am 02.06. und 16.06. jeweils um 16:00 Uhr zwei Veranstaltungen zum Thema „gender und diversitygerechte Sprache“.

Gendergerechte Sprache ist ein mittlerweile vielfach diskutiertes Thema, welches aufgrund von Unklarheiten zu einer Herausforderung im Alltag Studierender werden kann. Dabei bietet sie nicht nur die Gelegenheit Menschen und Gruppen sichtbarer zu machen, sondern gehört eine möglichst präzise und gerechte Sprache auch zu den Grundanforderungen wissenschaftlichen Arbeitens. Daher wollen wir mit euch der Gender- und diversitygerechten Sprache auf den Grund gehen und herausfinden warum und wie diese überhaupt angewendet werden kann.

Der Vortrag: „Gender- und diversitygerechte Sprache“ findet am Mittwoch den 02.06 von 16:00 bis 18:15 Uhr online statt und richtet sich an ausdrücklich alle Studierende.

Zudem wird es am Mittwoch den 16.06. von 16:00 bis 18:45 Uhr einen Workshop / Schreibwerkstatt geben mit dem Titel „Gender- und diversitygerechte Formulierungen in wissenschaftlichen Arbeiten“. Dieses Angebot hat eine Teilnehmer:innenbegrenzung von 20 Personen und erfordert daher eine Anmeldung. Das Angebot richtet sich vordergründig an Studierende des FB 4. Personen im Prozess ihrer Abschlussarbeit (Bachelor oder Master) werden bevorzugt .

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Fachschaft 4 – AK Politik

Stellungnahme des Fachschaftsrats- FB IV der HWG Ludwigshafen zur SWR3 Doku Soap „Bayreuther Straße – Hoffnung, Hunger und Hartz IV“

Der SWR Südwestrundfunk hat uns angefragt, ihre Publikation über unsere FSR-Kanäle zu bewerben. Nach erfolgter Diskussion kommen wir einhellig zum Schluss, dass wir diese nicht bewerben werden. Wir wollen eine Erklärung ggü. dem SWR abgeben.

Unsere Anmerkungen:

Ein Ziel der Doku-Soap laut Produzierenden sei „der sensible und nicht wertende Umgang mit [deren] Biographien“ (Zitat: https://www.dwdl.de/magazin/78390/raus_aus_der_swrbubble_rein_in_die_bayreuther_strasse/ [zuletzt abgerufen am 23.03.2021].) 

Wir haben stichpunktartig festgehalten, welche Aspekte unseres Erachtens dagegensprechen. Wir erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sehen außerdem das Potential einer tiefergehenden wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der „Langzeitdokumentation“ in einem Seminar im Studiengang Soziale Arbeit der HWG Ludwigshafen am Rhein.

Der Titel „Hoffnung, Hunger und Hartz IV“ wirkt mit dieser zynischen Formulierung herabwürdigend gegenüber den Betroffenen. Durch das spezifische Framing wird ein einziges Bild, der dort wohnenden Menschen gezeichnet. Mitleidserregende, negativ konnotierte Begriffe wie „Hunger“ und „Hartz IV“ werden verwendet um dieses Bild bei Zuschauer*innen zu produzieren.

Die Serie ist individualisierend, sie schreibt Schuld und Verantwortung an der Situation den Betroffenen zu und suggeriert, dass sich mit viel Arbeit, Fleiß und richtig getroffenen Entscheidungen alle Menschen „nach oben“ bzw. „raus aus der Bayreuther“ arbeiten könnten. Strukturelle Verhältnisse werden in der Sendung ausgeklammert. Gleichzeitig wird das einzig angestrebte Ziel – nämlich raus aus der Bayreuther – formuliert, welches wie selbstverständlich voraussetzt, dass die Bayreutherstraße kein Wohnort sein kann, an dem jemand gerne wohnt und der nicht wohnlich sein kann. 

Gesellschaftliche – insbesondere stadtpolitische – Gegebenheiten werden hierbei sehr unzureichend beleuchtet: Das Gespräch mit der Stadtdezernentin in Folge 7 bestätigt das etikettierende und individualisierende Bild einer deutenden Zuschreibungsperspektive. Die Verantwortung der Stadt gegenüber den Menschen bzgl. einer menschenwürdigen Unterbringung wird hier fast schon geleugnet.  

Die Stadtdezernentin sagt sinngemäß, es dürfe ja nicht zu schön in der Bayreuther Str. sein, da dies verhindere, dass die Menschen sich eine Wohnung suchen.  Gleichzeitig gibt sie zu, dass es nicht genug bezahlbaren Wohnraum in Ludwigshafen gebe – hier widerspricht sie sich.

Der allgemeine Wohnungsmarkt und die überaus prekäre Wohnsituation in der Bayreutherstraße (Schimmel, Ungezieferbefall o.ä.) werden nicht ausreichend thematisiert. Ebenso werden behördliche und gesetzliche Hürden bzw. Grenzen unreflektiert hingenommen. Hier wird der Fokus der Doku zu stark auf die Individuen gelegt, anstatt sich angemessen kritisch mit den involvierten Akteur*innen und den Verhältnissen auseinanderzusetzen. Demnach erachten wir es als notwendig, gewisse Problemlagen genauer zu beleuchten. 

Zu problematisieren sind unserer Ansicht nach u.a. die folgenden Institutionen:

1. Jobcenter: der Regelsatz ist zu gering, um damit gut zu leben; Renovierungskosten-übernahme wird bewilligt, das Geld muss allerdings vorgestreckt und Quittungen eingereicht werden; medizinische Sachverhalte werden angezweifelt und kraft- und zeitaufwendige Zusatz-Maßnahmen angeordnet uvm.

2. Krankenkasse: hohe Hürden zur Bewilligung von bspw. Reha-Maßnahmen oder andere kostenintensiven medizinischen Hilfsmitteln, Untersützung in der Pflege uvm.

3. Strafrecht: die Hausdurchsuchung der Polizei; die Geldstrafe von fast 1000 Euro für den Besitz von 0,4g Cannabis

4. Stadt Ludwigshafen: in Bezug auf den Sozialen Wohnungsbau, die (mangelhafte) Ausstattung und prekären Lebensbedingungen in der Bayreutherstraße (Schimmel, Heizung, Ungezieferbefall); fehlende Mitbestimmung bei der Zimmer-Zuordnung, schneller Verlust des Zimmers, fehlende Mietrechte, fehlende Anerkennung, dass der Wohnort für viele KEINE vorübergehende Ausnahmesituation darstellt u.v.m..

Außerdem:

Die Möglichkeiten zu Verbesserung der Zustände in der Bayreuther Str. oder gar die Perspektive einer dezentralen Unterbringung der Menschen werden nicht in den Blick genommen.

Auch allgemeinere gesellschaftliche Zusammenhänge, wie Menschen in Armut geraten und was dagegen politisch getan werden müsste, werden nicht dargestellt. Sowie beispielsweise Sachverhalte zum derzeit nur gering verfügbaren Wohnungsmarkt. 

Es wird nicht nur etikettiert und individualisiert, sondern die Menschen werden auch ständig verobjektiviert und es wird stark emotionalisiert → Zuschauende sollen Mitleid oder Abneigung ggü. den Menschen bzw. deren Handlungen entwickeln. Klischees und Vorurteile werden unkritisch übernommen und reproduziert. 

Sonstige Punkte:

– Es gibt Unklarheiten zur Machart der Serie: Wie wurden die dargestellten Menschen für die Serie ausgewählt? Gab es Regieanweisungen oder ähnliches? 

– Wurde die Serie sozialwissenschaftlich/sozialarbeitswissenschaftlich begleitet und evaluiert? 

– Viele Menschen in der Serie äußern, sie würden gerne arbeiten. Unsere These ist, dass das Problem der Arbeitslosigkeit also viel eher ist, dass es nicht genug (und angemessene) Arbeit gibt, als dass die Menschen zu faul dafür wären. Dies wird aber durch die individualisierenden Zuschreibungen der Serie impliziert. 

Empfehlenswerte(re) Formate:

1. Vortrag von Sebastian Friedrich: „(un)sichtbare Klasse!?! – Der faule Arbeitslose…“ https://www.youtube.com/watch?v=jYWxqLj1aAc

2. Das Bayreuther Filmprojekt (ganzer Film): https://www.youtube.com/watch?v=0yEnwYbF2gg

Quellen:

https://www.ardmediathek.de/swr/sendung/bayreuther-strasse-hoffnung-hunger-und-hartz-iv/staffel-1/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9zZGIvc3RJZC8xMjU4/1/

https://www.dwdl.de/magazin/78390/raus_aus_der_swrbubble_rein_in_die_bayreuther_strasse/

Wir trauern um #GeorgeFloyd

Dabei möchten wir darauf hinweisen, dass er nicht bei einem Polizeieinsatz tragisch ums Leben gekommen ist, sondern von weißen Polizisten getötet wurde. Trotz seiner Aussage #Icantbreathe kniete einer der eingesetzten Beamten minutenlang auf dem Oberkörper und Hals von George Floyd, welcher schließlich später im Krankenhaus verstarb.

Die Liste der Opfer rassistischer Polizeigewalt ist damit erneut gewachsen und mensch fragt sich wie lang das noch weiter gehen soll.

Obwohl sich dabei leicht mit dem Finger in Richtung USA zeigen ließe, wollen wir darauf aufmerksam machen, dass das Problem #Rassismus auch tief in unserer Gesellschaft und ihren Institutionen verankert ist.

Ob der Tod von #OuryJalloh, Diskussionen um #racialprofiling oder der immer größere Umfang rechter Netzwerke in Polizei und Bundeswehr, zeigen auf, dass es sich bei diesen Institutionen nicht um „Sicherheitsorgane“ für alle handelt, sondern genau von diesen auch eine starke Bedrohung ausgeht, welche sich viel zu oft auf der Hautfarbe oder vermeintlichen Herkunft betroffener Menschen begründet.

Wir müssen uns als Gesellschaft unabdingbar mit Rassismus beschäftigen und zudem noch viel mehr diejenigen zu Wort kommen lassen, die dankbarerweise schon viel Arbeit geleistet haben!

Besonders möchten wir hier auf das Buch #exitracism von
Tupoka Ogette hinweißen sowie euch anregen euch mit dem Begriff #criticalwhiteness auseinander zu setzen.

Außerdem empfehlen wir das Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen.“ von Alice Hasters.

https://www.tagesspiegel.de/…/rassismus-in-de…/25038494.html

Über verschiedene Strukturen und Mechanismen, welche Rassismus und Polizeigewalt auch in Deutschland befördern, gibt es aufschlussreiche Arbeiten von Rafael Behr. #polizeikultur #polizistenkultur

https://www.jetzt.de/…/rassismus-in-der-polizei-interview-m…
https://www.deutschlandfunkkultur.de/racial-profiling-rassi…

#blacklivesmatter #dasproblemheißtrassismus #saytheirnames

Offener Brief des Fachschaftsrates des Fachbereich 4

Wir vom Fachschaftsrat des Fachbereichs 4 möchten hier zu den Besonderheiten der Studierendenschaft am Fachbereich 4 im Umgang mit der Corona-Krise und deren Auswirkungen auf Studium und Lehre Stellung beziehen.

Zu aller Erst möchten wir jedoch den Studierenden danken, welche zahlreich an der Umfrage teilgenommen haben. Anhand der großen Teilnahme innerhalb weniger Tage und der vielen Nachrichten, die uns auf anderen Wegen erreicht haben, wird eine besonders hohe Betroffenheit der Studierenden an unserem Fachbereich durch die aktuelle Situation ersichtlich.

Wir hoffen, dass auch diejenigen, die aus verschiedenen Gründen nicht an der Umfrage haben teilnehmen können, sich in diesem Brief trotzdem wiederfinden und vertreten fühlen.

Natürlich haben wir Verständnis dafür, dass auch die Hochschul- oder Fachbereichsleitungen erst Abwarten mussten und selbst vor Probleme gestellt wurden, auf die es keine einfachen Antworten geben konnte. Allerdings hätte hier durch eine frühere Einbeziehung der Studierendenschaft und ein transparenterer Umgang einigen Sorgen im Voraus entgegengetreten werden können. 

Dies führt uns bereits zu einem ersten Kritikpunkt, der sich auch in den Ergebnissen der Umfrage wiederspiegelt. Viele Studierende haben angegeben, dass die Einbeziehung der Studierenden in dieser besonderen Situation kaum stattgefunden habe und viele sehr lang im Unklaren gelassen wurden, was das Fortgehen des Semesters angeht.

Aus der Umfrage kann entnommen werden, dass etwa 20% der teilnehmenden Studierenden aufgrund technischer Schwierigkeiten Probleme haben an den Online-Veranstaltungen teilzunehmen.

Bei der Abfrage, ob „persönliche Gründe“ zu Problemen für die Teilnahme führen haben bereits ca. 45% angegeben eher schlecht oder sehr schlecht teilnehmen zu können.

Eine besondere Herausforderungen sahen die Studierenden in der Umstellung von Präsenzlehre, auf eine nahezu autonomes Onlinestudium. Dabei wurde beklagt, dass die Online- Angebote erst nach einigen Wochen ins Laufen kamen, obwohl die Rückkehr zur Präsenzlehre von Anfang an als sehr unwahrscheinlich eingestuft werden konnte.

Neben fehlendem Austausch untereinander oder mit den Lehrenden und einem Alltag ohne gewohnte Struktur, sahen sich viele Studierende mit dem erschwerten Zugang zu Literatur, Lehrmaterial und Veranstaltungen konfrontiert.

Bei der Frage, welcher Faktor die Teilnahme konkret einschränkt, wird das Fehlen eines geeigneten Lernumfeldes am häufigsten angegeben, gefolgt von technischen Problemen und der Unvereinbarkeit mit dem Beruf. Knapp über zehn Prozent geben zudem an, dass die psychische Belastung sie einschränke. In den schriftlichen Eingaben wird häufig genannt, dass die parallele Nutzung verschiedenster Systeme der Online-Lehre und Organisation der Lehrinhalte als verwirrend und sehr aufwendig erfahren werde und zudem die Differenzen zwischen Dozierenden sehr hoch seien, was das Angebot an Material, Veranstaltungen und Betreuung anginge.

Insgesamt macht das Ergebnis der Umfrage deutlich, dass sich die Organisation des Studiums deutlich schwieriger und zeitaufwändiger gestaltet und gleichzeitig die Lernumgebung kaum hergestellt werden kann, die für die nachhaltige Verinnerlichung der Inhalte notwendig ist. So ist es die fehlende Struktur, welche mit Abstand als häufigste Ursache für die Mehrbelastung angegeben wird. Gerade an unserem Fachbereich sind Diskussionen und gemeinsames Erarbeiten von Inhalten wichtiger als auswendig lernen oder Wissen nur reproduzieren zu können. 

Die deshalb wohl einschneidendste Maßnahme für die meisten stellt somit der Ausfall der Präsenzlehre am Fachbereich 4 für das gesamte Semester dar. Nachdem es erst eine Weile dauerte, bis ein Mindestangebot überhaupt online verfügbar war, bleibt die Frage offen, wie mit Studierenden verfahren wird, welche weder die technischen noch räumlichen Möglichkeiten haben über diese Wege an den Veranstaltungen teilzunehmen.

Aus diesen Ergebnissen ziehen wir folgende Forderungen:

  • Das Online-Angebot müsse vereinheitlicht, am Stundenplan orientiert strukturiert und auf eine überschaubare Anzahl von Plattformen (z.B.: Teams/Zoom + OLAT) gebracht werden. 

Hier könnte z.B. eine Übersichtsliste mit den jeweiligen Dozierenden, deren verwendeten Plattformen und Online-Lehrangeboten sehr von Vorteil sein.

  • Der Zugang zu Lerninhalten müsse unbeschränkt hergestellt werden können.
  • Die Inhalte sollen langfristig verfügbar bleiben.
  • Die Ausleihe von Medien müsse schnellstens wieder ermöglicht werden.
  • Schnellstmögliche Bereitstellung von Lernräumen, in denen der Infektionsschutz eingehalten werden kann.
  • Bereitstellung technischer Mittel zur Teilnahme an der Online- Lehre für Studierende mit Bedarf.

Auch die finanzielle Belastung ist für mehr als 50% der Studierenden von Bedeutung und wirkt sich auf verschiedene Lebensbereiche und damit auch das Studium aus.

Als Konsequenzen werden vor allem Beeinträchtigungen auf Prüfungen angegeben. 6,5% haben aber auch angegeben, dass sie überlegen das Studium abzubrechen. 

Nur etwa ein Drittel war sich sicher, dass die Möglichkeit gegeben sein wird Prüfungsleistungen abzulegen. Etwa 55% fühlten sich dabei jedoch eher schlecht oder sehr schlecht über die Prüfungsmöglichkeiten informiert und etwa 75% sogar eher schlecht oder sehr schlecht darauf vorbereitet.

Etwa dreiviertel der Studierenden geben an eine Fortführung des Semesters zu bevorzugen und etwa 12% wünschen sich ein „Nichtsemester“.

Schließlich möchten wir noch einmal auf die besondere Zusammensetzung der Studierendenschaft am Fachbereich 4 hinweisen. 

Wahrscheinlich ist nicht nur die Altersstruktur an unserem Fachbereich eine signifikant andere als in den anderen Fachbereichen/Studiengängen, sondern befinden sich darunter auch etliche Studierende mit besonderen familiären und beruflichen oder praxisnahen Verpflichtungen, Kontakt zu Risikogruppen oder gehören selbst Risikogruppen an.  

Aus den vielen persönlichen und individuellen Problemlagen ergeben sich Situationen, welche durch allgemeine Maßnahmen nicht immer abgedeckt werden können. 

Deshalb fordern wir zudem:

  • Zentrale Ansprechpartner*innen für individuelle Probleme zu benennen und zu veröffentlichen.
  • Alles dafür zu tun, dass eine weitere finanzielle Schlechterstellung vermieden wird und für eine Anpassung der Regelungen bezüglich BaföG, Stipendien, Studienkredite, etc. einzutreten, wo es möglich ist.

Des Weiteren zeigen die Umfrageergebnisse, dass eine große Unsicherheit bezüglich der Prüfungsleistungen bestand. Das Entgegenkommen des Fachbereichs und der Prüfungskommission begrüßen wir dementsprechend sehr. Fordern aber gleichermaßen,

  • dass die online verfügbare Lehre auch dementsprechend ausgebaut werden muss, um die Prüfungsvarianten inhaltlich auch individuell gestalten zu können.

Schließlich sollen Prüfungen ohnehin möglichst variabel sein, da genau dies eine Stärke der einzelnen Prüfungsformen und eine Grundlage für ein interessen- und schwerpunktgeleitetes Studium ist.

Abschließend möchten wir noch einmal auf die Notwendigkeit der Beteiligung von Vertretungen der Studierenden hinweisen, welche die Interessen und Anliegen sämtlicher Studierenden vertreten. Nur durch einen Austausch zwischen Lernenden und Lehrenden kann ein lehrreiches Semester für alle ermöglicht werden, welches den individuellen Bedürfnissen und Problemlagen der Corona-Krise gerecht wird.

Wir appellieren daher an die Hochschulleitungen auch weiterhin die Interessen und Lebenslagen von Studierenden im Blick zu behalten und individuelle Lösungsmöglichkeiten gemeinsam zu erarbeiten. Im Zuge unserer Befragung haben wir auch die Online-Umfrage als wertvolles Medium erlebt, welches Stimmungen von Studierenden adäquat aufgreifen kann und empfehlen daher die Ausweitung einer Umfrage oder eine weitere Umfrage mit allen Studierenden der HWG durchzuführen.

Hallo Zusammen,

aus gegebenem Anlass zum Thema „Impfpflicht“ und da es teilweise auch in der Studierendenschaft anscheinend bereits diskutiert wird, möchten wir folgenden Link teilen:

Es ist sicher sinnvoll auch gerade während gesellschaftlicher Ausnahmesituationen ein gesundes Misstrauen gegenüber Behörden/Politik etc. an den Tag zu legen. Dabei sollte allerdings mindestens genau so kritisch hinterfragt werden, von wem, welche Informationen verbreitet und geteilt werden.

Rechte und Verschwörungsideolog*innen nutzen die Gelegenheit offensichtlich, um vor allem über soziale Netzwerke äußerst fragwürdige oder eindeutig falsche Meldungen zu verbreiten.

Teilt bitte nicht alles unhinterfragt, ohne euch zu informieren und helft damit die Reichweite teilweise gefährlicher Meldungen einzudämmen. #socialmediadistancing

Bleibt kritisch und gesund!
Euer FSR